Grossartiger Sieg in Helsinki

Gina Zehnder (K&S Gymnasium) und unser K&S Schüler Beda-Leon Sieber, vormals beides Eiskunstläufer einzeln, starteten gemeinsam das Training als Eistanzpaar im Januar 2019. Vieles musste von Grund auf neu gelernt werden. So funktioniert zum Beispiel eine Pirouette alleine ganz anders als zu zweit, doch viele Stunden Training haben nun erste Früchte getragen. Bevor die Wettkampfsaison mit zwei internationalen ISU Wettkämpfen (Istanbul und Minsk) und zwei SwissCups (Bellinzona und Oerlikon) beginnt, konnten Gina und Beda als Testlauf an der Helsinki Trophy (einem Interclub-Wettkampf) teilnehmen und einen ersten Erfolg verbuchen.

Der erste Wettkampftag verlief schon recht erfreulich, die Beiden waren jedoch noch etwas verunsichert und starteten etwas verhalten. Das RhythmDance-Program absolvierten sie gut und wurden Drittplatzierte mit nur einem Punkt Rückstand zu den Zweitplatzierten. Am zweiten Wettkampftag konnten Sie schon mehr Sicherheit zeigen und fuhren ein wunderbares FreeProgram. So konnten Sie die zweitplatzierten überholen und sogar den sechs Punkte grossen Rückstand zu den Erstplatzierten übertrumpfen und landeten somit zuoberst auf dem Podest. Ein verdienter 1. Rang!

Auch wenn dieser Wettkampf in Helsinki „nur“ ein Interclub Wettkampf war, welcher nicht zu vergleichen ist mit dem Niveau eines JuniorGrandPrix, wird es doch sicher wesentlich dazu beitragen, dass Gina und Beda nun mit einem positiven Gefühl in die Wettkampfsaison starten. Ausserdem haben sie bereits jetzt gezeigt, dass es möglich ist, die benötigten Kriterien betreffend geforderter Punkte für eine Youth Olympic Games Teilnahme (Januar 2020 in Lausanne) zu erreichen. Denn mit den Punkten, die sie in Helsinki erhalten haben, wären bereits zwei der drei Anforderungen erfüllt gewesen. Diese müssen sie jedoch in den kommenden Wochen an einem ISU oder SwissCup validieren.

Wir drücken den beiden K&S Talenten die Daumen und freuen uns über erfolgreiche Resultate!

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Hier noch Details über den Ablauf eines Wettkampfes und die Kriterien für die Selektion zur Teilnahme an den YOG Lausanne 2020

Ein Eistanz Wettkampf umfasst zwei Teile an zwei verschiedenen Tagen. Am ersten Tag wird ein „Kurzprogramm“ gezeigt. Dies heisst RhythmDance. Das Spezielle daran ist, dass pro Saison alle Läuferpaare die gleiche vorgegebene Schrittsequenz laufen müssen. Diese wird integriert in eine eigene Choreografie. Der erste Tanz dauert 3 Minuten. Bewertet werden einerseits technische Komponenten, andererseits künstlerischer Ausdruck. Die Punkte beider Bereiche werden zusammengezählt, so ergibt sich der erste Zwischenrang. Am zweiten Tag folgt die „Kür“, sie heisst FreeProgram und dauert 3,5 Minuten. Hier gibt es keine vorgeschriebene Choreografie. Jedes gezeigte Element wird je nach Schwierigkeitsgrad einem Level zugeordnet und separat bewertet. Auch hier ergibt sich die Gesamtpunktzahl aus dem technischen Bereich „Executed Elements“ und dem künstlerischen „Program Components“. Die Punkte vom Vortag werden addiert und ergeben den Schlussrang.

Für die Selektion zur Teilnahme an den YOG müssen drei Kriterien erfüllt sein. 

  1. Total Punkte mind. 90
  2. Technische Punkte beim Rhythm Dance mind. 23
  3. Technische Punkte beim Free Dance mind. 37

Von allen Schweizer Paaren, die dies erreichen, wird eines von SwissOlympic ausgewählt und an die YOG geschickt.

(Bericht und Foto: Prisca Sieber)

 

 

 

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